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Autor: Frau Hachtel
Artikel vom 06.05.2020

Appell von Bürgermeister Rainer Züfle

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

in den vergangen acht Wochen war unser aller Leben wegen des weltweit grassierenden Corona-Virus von vielerlei Beschränkungen und Eingriffen geprägt. Schulen, Kindertagesstätten, Kinderspielplätze, Gaststätten, Hotels, Sportanlagen, Kultureinrichtungen, Kirchen, viele Ladengeschäfte und Dienstleistungsbetriebe – alles geschlossen! Besuche in Heimen, bei Verwandten oder bei Freunden: verboten! Keine Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern, und Beerdigungen konnten nur im allerkleinsten Rahmen stattfinden. Ich denke, noch vor einem viertel Jahr hätte sich niemand von uns vorstellen können, dass wir jemals von einer solchen Masse an tiefgreifenden Restriktionen betroffen sein könnten.

Der Zweck all dieser Verbote war, Menschenansammlungen zu unterbinden, um die Zahl von Corona-Infektionen so niedrig zu halten, dass die Krankenhaus-Kapazitäten jederzeit für alle, die einen schweren Krankheitsverlauf haben, ausreichen. In Deutschland ist dies – im Gegensatz zu so manch anderen Ländern – bis jetzt Gott sei Dank gelungen.  

In Anbetracht dieses Erfolges werden die Restriktionen in Baden-Württemberg seit einigen Tagen nach und nach gelockert. Das ist, wie ich meine, auch gut so!

Trotz aller Lockerungen ist unser Leben aber noch längst nicht so wie in der Zeit vor Corona. Immer noch sind Menschenansammlungen untersagt, immer noch müssen wir streng auf Hygiene achten und zueinander Abstand halten, und die wiedergewonnenen Freiheiten „bezahlen“ wir durch die vielerorts geltende Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen. Das ist zumindest ungewohnt, manchmal sogar lästig. Im Vergleich zu den Einschränkungen, die wir während der letzten Wochen erdulden mussten, ist es dennoch milde – und es ist zumutbar.

Denn machen wir uns nichts vor: Selbstverständlich ist das Corona-Virus noch mitten unter uns, weiterhin erkranken Menschen - manche sterben sogar -, und noch immer gibt es keinen Impfstoff. Das Virus ist also noch nicht besiegt.

Solange dies nicht der Fall sein wird, ist leider keine komplette Entwarnung möglich. Vielmehr ist weiterhin Vorsicht notwendig. Ansonsten könnte uns tatsächlich eine zweite Infektionswelle treffen, wie sie ja bekanntlich von etlichen namhaften Virologen befürchtet wird.

Bitte halten Sie sich also auch künftig an die geltenden Regeln. Tragen Sie in der Gegenwart von Menschen, die nicht in Ihrem Haushalt wohnen, eine Mund-Nasen-Bedeckung. Vermeiden Sie unnötige Kontakte. Seien Sie einander im Herzen verbunden, doch halten Sie körperlich Abstand. Achten Sie auf Hygiene. Mit all dem schützen Sie nicht nur sich selber vor einer möglichen Ansteckung, sondern auch Ihre Mitmenschen.

Ich möchte heute aber nicht nur an Sie appellieren, sondern Ihnen auch recht herzlich danken. Nämlich dafür, dass sich die allermeisten von Ihnen an die bisher geltenden, heftigen Restriktionen gehalten haben. Jede/r von Ihnen hat damit zum Eindämmen der Corona-Epidemie beigetragen!

Ein ganz besonderer Dank gilt darüber hinaus all denjenigen, die in dieser schwierigen Zeit anderen Menschen beigestanden sind: Durch das Angebot Einkaufsdienste zu übernehmen, durch sonstige ehrenamtliche Dienstleistungen, durch das Nähen von Stoffmasken, durch kreative Ideen, durch Zusprache und vieles andere mehr.

Meine Hoffnung ist, dass diese Solidarität auch weiterhin praktiziert wird, denn wie bereits gesagt: Corona ist noch nicht vorbei! 

In diesem Sinne danke ich Ihnen allen nochmals sehr für Ihr bisheriges Verständnis sowie Ihre Mithilfe und wünsche Ihnen von ganzem Herzen: Bleiben Sie gesund!

Ihr

  

    Rainer Züfle

   Bürgermeister